Schule und Beruf – alles wird digital

Rote  Dualzahlen "0" und "1" auf weißem Hintergrund; in der Mitte das Wort "Digitalisierung", rechts unten die Buchstaben "AfB". Quelle: Jörg Asshoff
Digitalisierung: Die AfB "spielt mit". (Quelle AfB/Asshoff)

Die Bilanz des Ausbildungsjahres 2015/16 ist gut. Angebot und Nachfrage waren nahezu ausgeglichen. Bundesweit kamen auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen 106 gemeldete Bewerber. 474.700 neue Ausbildungsverträge wurden bis zum 30. September geschlossen - rund 200 mehr als im Jahr davor. Dennoch blieben 43.500 Ausbildungsstellen unbesetzt. 22.900 Bewerberinnen und Bewerber fanden keine Stelle. 

Die Bilanz des Ausbildungsjahres 2015/16 ist gut. Angebot und Nachfrage waren nahezu ausgeglichen. Bundesweit kamen auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen 106 gemeldete Bewerber. 474.700 neue Ausbildungsverträge wurden bis zum 30. September geschlossen - rund 200 mehr als im Jahr davor.

Dennoch blieben 43.500 Ausbildungsstellen unbesetzt. 22.900 Bewerberinnen und Bewerber fanden keine Stelle.

Die Ursachen sind vielfältig: Erstens gibt es - wie in Bayern und im Saarland - mehr Stellen als Bewerber. Zweitens passen berufliche Anforderungen und Schulqualifikationen oft nicht zusammen. Drittens ist es in einigen Berufen besonders schwer, Azubis zu finden.

Insgesamt waren im letzten Ausbildungsjahr 546.900 Ausbildungsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 15.900 mehr als im Vorjahr. Trotz des Trends zum Studium gab es erstmals mehr Ausbildungsbewerber mit Studienberechtigung als mit Hauptschulabschluss.

Im Handwerk absolvieren rund ein Drittel der Auszubildenden ihre Lehre. 2016 konnten die Handwerksbetriebe 131.000 Ausbildungsverträge schließen – über ein Prozent mehr als im Vorjahr. Das Handwerk bietet leistungsstarken Bewerbern gute Perspektiven. Auch hier geht die Digitalisierung mit Riesenschritten voran.

In der Backstube, auf dem Dach, beim Autobau - ohne „digital“ geht nichts

In immer mehr Berufen wird digital gearbeitet – von der Backstube über den Dachdecker oder Anlagenmechaniker fürs Smart-Home bis zum Autobauer. Zum Ausbildungsjahr 2016 wurden neun Ausbildungsberufe an die digitale Entwicklung angepasst. Darunter der Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, der Dachdecker, der Hörgeräteakustiker sowie der Mediengestalter Digital und Print.

IT–Gipfel: „Lernen und Handeln in der digitalen Welt“

Noch sind nicht alle Berufsschulen, Ausbildungsbetriebe und Lehrkräfte auf das digitale Lernen ausreichend vorbereitet. Das soll sich ändern. Auf dem Weg dahin ist vor allem mehr digitale Bildung in den Schulen gefragt. Deshalb stand der 10. Nationale IT-Gipfel am 16. /17. November in Saarbrücken unter der Überschrift „Lernen und Handeln in der digitalen Welt“.

Bundesbildungsministerin Wanka hat den „DigitalPakt#D“ vorgeschlagen. Ab 2017 sollen die 40.000 Schulen in Deutschland mit Breitband, WLAN und Endgeräten versorgt werden. Der Bund will den Bundesländern dafür fünf Milliarden Euro über fünf Jahre ausreichen. Die Länder sollen pädagogische Konzepte erstellen, Pädagogen weiterbilden und gemeinsame technische Standards setzen.

Quelle: Die Bundesregierung: Rundbrief Ausbildung 03/2016. Ausbildung. Wir machen mit. Berlin, 24.11.2016

Kommentar schreiben

Kommentare: 0