Globaler „Aktionsrahmen für Bildung 2016-2030“ beschlossen

(6.11.15 j.a.) Bildungsminister aus aller Welt haben am 4. November beschlossen, wie das globale Nachhaltigkeitsziel einer inklusiven, chancengerechten und hochwertigen Bildung für alle Menschen bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden soll.

Mit der Verabschiedung des „Aktionsrahmens für Bildung 2016-2030“ haben sie sich auf grundlegende Maßnahmen geeinigt, die auch für Bildungsakteure in Deutschland einen Rahmen für zukünftiges Handeln darstellen. 

Globaler „Aktionsrahmen für Bildung 2016-2030“: Wesentliche Eckpunkte:

  • kostenlose Vorschulbildung,
  • öffentlich finanzierte Grund- und Sekundarschulbildung,
  • Alphabetisierungsprogramme zur Reduzierung des funktionalen Analphabetismus,
  • bessere Anbindung beruflicher Bildung an die Arbeitswelt.

Qualität und Chancengerechtigkeit stehen bei allen Maßnahmen im Zentrum

Eine global nachhaltige Entwicklung kann nur realisiert werden, wenn Nachhaltigkeit im Bildungssystem verankert wird. Denn: Nachhaltiges Denken und Handeln muss gelernt und erprobt werden.

Das Unterziel 4.7 der Sustainable Development Goals (SDGs) fordert daher bis zum Jahr 2030 sicherzustellen, dass alle Lernenden Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die für die Förderung von nachhaltiger Entwicklung notwendig sind.

Der „Aktionsrahmen für Bildung 2016-2030“ besagt, dass in einer globalisierten Welt mit derzeit noch ungelösten sozialen, politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen, Bildung unerlässlich ist. Sie hilft dabei, friedliche und nachhaltige Gesellschaften aufzubauen.

Weiterhin besagt der Aktionsrahmen, dass Strategien und Programme zur Förderung von Bildung für nachhaltige Entwicklung geschaffen werden sollen und diese in formale, non-formale und informelle Bildung integriert werden sollen. Hierbei nennt er explizit die Implementierung des „Weltaktionsprogramms BNE“.

Der Aktionsrahmen legt weiter fest, dass deshalb Daten zu allen Bildungsbereichen erhoben werden müssen. Denn nur dadurch könne weltweit Erfolg oder Nachbesserungsbedarf in der Bildung festgestellt werden.

Die UNESCO koordiniert die Umsetzung der neuen Bildungsagenda. Sie berät Mitgliedstaaten bei der Gestaltung ihrer Bildungssysteme, fördert die internationale Zusammenarbeit und stellt Daten zur Bildung weltweit als Grundlage für politische Strategien zur Verfügung.


Weitere Informationen: Education 2030 Framework for Action: Towards inclusive and equitable quality education and lifelong learning for all (PDF) 

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