Kein Abschluss ohne Anschluss. Berufliche Bildung zukunftssicher gestalten!

Gabriele Hecker (IHK Chemniz), Willi Brase (MdB), Dr. Simone Raatz (MdB), Peter Lorenz (Landeselternrat Sachsen), Sven Wittig (HWK).
Gabriele Hecker (IHK Chemniz), Willi Brase (MdB), Dr. Simone Raatz (MdB), Peter Lorenz (Landeselternrat Sachsen), Sven Wittig (HWK)

(20.10.2015 j.a.)

Unter o.g. Titel hatten zwei Bundestagsabgeordnete für den 20.10.2015 in das Deutsche Brennstoffinstitut nach Freiberg eingeladen: Dr. Simone Raatz, stv. Vorsitzende Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung sowie Willi Brase, Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung.

 

Die Veranstaltung zeigte sich als gleichermaßen informative wie konstruktive Runde, in deren Verlauf durch unterschiedlichste Sichtweisen der anwesenden Experten aus Schule, Berufsschule, Kammern, Wirtschaft, Elternvertretung und Politik der Stellenwert der Berufsorientierung und der dualen Ausbildung in Deutschland deutlich wurden.

Aus den Ausführungen der Bundestagsabgeordneten wurde deutlich, welche Entwicklungen das international geschätzte Modell der dualen Ausbildung in den letzten Jahrzehnten genommen hat und vor welchen Herausforderungen insbesondere die Bildungspolitik in einer Gesellschaft im Wandel steht: Das System der Berufsausbildung muss sich an Veränderungen in der Arbeitswelt, an Auswirkungen der Demografie und gewandelte Strukturen im Bildungssystem anpassen.

Besonderes Interesse zeigten die etwa 25 Teilnehmer zu Fragen vorhandener bzw. noch zu schaffender Studienmöglichkeiten für Berufsbildungspädagogik, zu Möglichkeiten der Berufsausbildung bei gleichzeitigem Erwerb des Abiturs sowie zu den Herausforderungen hinsichtlich des notwendigen Erhalts beruflicher Schulzentren im ländlichen Raum.

 

Berufliche Bildung stärkt den Einzelnen wie die Gesellschaft. Bildung und berufliche Bildung sind jedoch schon heute nicht mehr ein „Ding an sich“: Sie sind Teil und Grundlage für gelingende, nachhaltige Entwicklung in einer Welt, die sich für einen vollständigen Wandel ihrer Arbeits- und Lebensweise entscheiden muss. Beruflicher Bildung stehen dadurch mehr Chancen als Risiken offen. Für zivilgesellschaftliche Akteure, beteiligte Einrichtungen und Politik werden jedoch damit verbundene anfängliche Irritationen um so schneller vergessen sein, je konzentrierter und arbeitsteiliger diese Aufgaben angegangen werden.

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